Schutz des Aussenraums

Wie kann mit einfachen Mitteln Aufenthalts- und Erholungsräume oder Balkone zwischen den Gebäude lärmfrei gestaltet werden?

Keine solitären Lärmschutzwände bei Neubauten

Lärmschutzwände bei neuen Wohnüberbauungen im Siedlungsgebiet kann städtebaulich sehr problematisch sein. Deshalb werden Laermwände nur als Nebengebäude oder als integrierte Wand eingesetzt.

Beispiel einer Lärmschutzwand, welche nicht geeignet eingesetzt worden ist. Die Siedlungsstruktur wird dadurch beeinträchtigt.

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Zwischenwände

Der Aussenraum hinter teilweise unterbrochenen, somit nicht ganz geschlossenen Bebauung lässt sich vor Lärm schützen, indem Wände zwischen den Häusern hochgezogen werden. Richtige Gestaltung vorausgesetzt – normalerweise so, dass sie sich optisch möglichst gut einfügen –, sind diese Wände eine ebenso wirkungsvolle wie siedlungsverträgliche Massnahme zum Schutz eines Innenhofes. Nicht geschützt werden hier natürlich die Räume des Hauses selbst, die zur Strasse in ausgerichtet sind - dank der entstehenden 'Ruheoase' steigt aber dennoch die Siedlungsqualität.

Hier wurde die Lücke zwischen zwei Gebäuden mit einem als Wand fungierenden Zwischengebäude geschlossen, das im selben Stil gehalten ist wie das neuere Haus. Es fügt sich deshalb besser ins Strassenbild ein und fällt - besonders aufgrund der Fenster - nicht sofort als Lärmschutzmassnahme auf. Ausserdem erfüllt es die Zusatzfunktion eines erweiterten Balkons.
Beispiel einer Zwischenwand zwischen zwei neueren Gebäuden. Sie beherbergt grosszügige Balkone, die zum Hinterhof hin offen sind. Gestaltung und Materialen orientieren sich an den Wohnhäusern auf beiden Seiten und ergeben darum ein stimmiges Gesamtbild.

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