Technische Anforderungen

Bevor eine Lärmwand in Bezug auf die Optik optimiert werden kann, muss zuerst sichergestellt werden, dass sie den technischen Anforderungen genügt.


Schalldämmung und Schallabsorption

In Deutschland ist gemäss ZTV-Lsw06 eine minimale Luftschalldämmung von 24 dB einzuhalten (Gruppe B3 nach DIN EN 1793-2). Genügende Werte werden mit Flächengewichten von 15 kg/m2 erreicht. Eine Lärmschutzwand darf empfindliche Gebäude oder Gebiete auf der anderen Strassenseite nicht mit Lärmreflexionen belasten.

Brandschutz

Nach ZTV-Lsw06 muss die Lärmwand 3 Minuten lang Feuer widerstehen können. Wichtig ist dies vor allem bei Holzwänden.

Schutz vor Vandalismus

Der Beständigkeit bei Steinwürfen, also die Festigkeit in Bezug auf Zersplitterungen oder Zerstörungen kann mit einem Rückprallhammer festgestellt werden. Dieses Gerät ist aus der Betonfestigkeitsprüfung bekannt und wird auch Schmidt-Hammer genannt.

Alterungs- und Korrosionsbeständigkeit

Es sind Materialien zu wählen, die eine hohe Alterungs- und Korrosionsbeständigkeit aufweisen, zudem müssen sie unempfindlich gegen tierische und pflanzliche Schädlinge sein.

Auf Holz bezogen, gibt das ZTV-Lsw06 Resistenzklassen vor, zu denen jeweils bestimmte Holzarten zählen. Für Lärmschutzwände sind die Resistenzklassen 1 bis 3 in Betracht zu ziehen.

Weitere Anforderungen

  • Frost- und Tausalzbeständigkeit
  • Witterungsbeständigkeit
  • UV-Strahlungsbeständigkeit