Abschlüsse, Unterbrüche, Öffnungen

Diese Stellen sind nicht nur für die Optik wichtig, sondern sind auch akustisch gesehen heikel.

Abschlüsse

Abschlüsse sollten wenn immer möglich nicht abrupt sein, um einen akustischen 'Schlag' bei der Vorbeifahrt motorisierten Verkehrs zu meiden.

Beispiel eines guten Lärmwandabschlusses bei der Einmündung einer Nebenstrasse. Durch die Weiterführung der Lärmwand um die Kurve ist eine optimale Lärmverminderung gewährleistet.

(Zur Vergrösserung auf das Bild klicken)

Öffnungen

Grössere, nicht verschliessbare Öffnungen in der Lärmwand sind wenn möglich zu vermeiden, da sie als Schalllinsen wirken und damit die Wirksamkeit erheblich heruntersetzen können. Zulässig sind kleine Löcher, die als Durchlass für Kleinsäuger, Reptilien sowie Bewuchs dienen können.

Beispiel einer Öffnung in einer Betonlärmwand. Sie ermöglicht es, vor der Wand Platz zu sparen, da der für den Bewuchs notwendige Wurzelraum damit hinter statt vor der Lärmwand angesetzt werden kann.

(Zur Vergrösserung auf das Bild klicken)

Unterbrüche

Unterbrüche in Form von offenen Zugängen zu Häusern für Fussgängern sind wenn möglich zu vermeiden. Mögliche Lösungen sind in die Wand integrierte Türen oder aber ein schleusenartiges System.

Beispiel einer Betonlärmwand mit Tür. Die Intergierung in die Lärmschutzwand fehlt jedoch aufgrund aprupten Gestaltungswechsel.

(Zur Vergrösserung auf das Bild klicken)
Beispiel einer Schleuse in einer Betonlärmwand. Es handelt sich um eine versetzte Anordnung der Lärmwand, sodass ein Art Korridor mit einer seitlichen Ein/Ausgang entsteht. Wichtig ist dabei eine genügend grosse Überlappung und eine absorbierende Oberfläche im 'Korridor', damit dort keine Reflexionen entstehen.

(Zur Vergrösserung auf das Bild klicken)
Auf jeden Fall zu vermeiden sind grössere Unterbrüche nahe des zu schützenden Objektes. Wenn sie dennoch gebaut werden müssen, muss das Ende der Lärmwand entsprechend des Abschnitts 'Abschlüsse' gestaltet werden, um die negativen Auswirkungen wenigstens zu minimieren.
Beispiel einer Holz/Glas-Lärmwand mit einer Öffnung, die als Zugang zum Haus für Fussgänger und Autos dient. Die Wirksamkeit der Lärmwand geht jedoch vollständig verloren.

(Zur Vergrösserung auf das Bild klicken)
Diese Unterbrüche dieser Betonlärmwand reduzieren den Nutzen auf praktisch Null. Lediglich direkt hinter der Wand wird sich eine Schallpegelreduktion messen lassen - ironischerweise sind genau dort Parkplätze für die Autos der Bewohner vorgesehen.

(Zur Vergrösserung auf das Bild klicken)