Grundlagen

Nach welchen Prinzipien sollte sich die Planung einer Lärmwand richten?

Grundlegende Fragen

Da siedlungsverträgliche Wände meistens nur den Aussenraum und das Erdgeschoss vor Lärm zu schützen vermögen und ihre tatsächliche Wirkung im nachhinein oft als unbefriedigend beurteilt wird, loht es sich, vor der Planung der Wand einige Fragen zu beantworten.

Akustische Wirkung:

  • Welche Stockwerke und welche Zimmer liegen im Lärmschatten der Wand und können geschützt werden?
  • Lässt die Topographie überhaupt eine wirkungsvolle und siedlungsverträgliche Wand zu?
  • Soll ausschliesslich der Aussenraum geschützt werden?
  • Würde auch eine niedrigere, sich besser ins Ortsbild eingliedernde, Lärmschutzwand genügen?
  • Ist eine durchgehende Wand mit mind. 140° Abschirmwinkel überhaupt möglich?
  • Führt der Strassenverlauf zu seitlicher Lärmeinwirkung?
  • Wäre eine parzellenübergreifende und somit wirkungsvollere Wand denkbar?
  • Könnten Reflexionen am Gebäude selber oder durch Vegetation die Wandwirkung herabsetzen?

 

Ortsbild:

  • Gibt es zum Bau einer Wand mögliche Alternativen?
  • Hat es auf der gegenüberliegenden Strassenseite bereits eine Wand?
  • Wie fest wird durch den Bau der Wand das Ortbild beeinträchtigt?
  • Wie ist die Wirkung der Wand?
  • Wie beurteilt die Gemeinde die Ortsbildverträglichkeit der Wand?
  • Besteht eine Vorstudie zur Ortbildverträglichkeit von Wänden, welche z.B. im Rahmen der Strassenlärmsanierung bereits erstellt wurde?

 

Realisierbarkeit:

  • Können Abstand zur Strasse, Sichtweiten etc. eingehalten?