Wohnhygiene

Unter das Stichwort 'Wohnhygiene' fallen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Wohnumwelt, die das physische und psychische Wohlbefinden in einer Wohnung beeinflussen können. Auch bei der Planung einer Lärmwand müssen solche Faktoren berücksichtigt werden.


Platzverhältnisse

Der Mindestabstand zwischen Gebäude und Wand beträgt 4 m, bei brennbaren Aussenwänden mindestens 10m. Der Mindestabstand zur Strasse wird vom kantonalen Tiefbauamt festgelegt. Das Trottoir kann bei Wänden bis zu einer Höhe von ca. 1.5 m direkt daneben zu liegen kommen, bis 2 m hingegen ist ein Abstand von mindestens 0.5 m vorzusehen, bei noch höheren Wänden sogar 1 - 2 m.

Schattenwurf

Wohnräume müssen direkter Besonnung ausgesetzt werden, sie dürfen also vom Schatten einer Lärmwand nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Als 'wesentliche Beeinträchtigung' im Sinne von §284 PBG2 gilt gemäss der allgemeinen Bauverordnung 700.2, §30.1 a):

bei überbauten Grundstücken: die an den mittleren Wintertagen länger als zwei Stunden dauernde Beschattung der bewohnten oder in Wohnzonen liegenden Nachbargebäude, in der Regel am Fusspunkt gemessen.

So müssen vor allem höhere Lärmschutzwände, welche nahe am Haus zu liegen kommen, Abklärung vorgenommen werden.

Feuchtigkeit

Feuchtigkeit ist generell kein Problem, wenn die Mindestabstände und Vorgaben für den Schattenwurf eingehalten. Ausgenommen sind Gebäude, bei denen zuvor schon Probleme an der Bausubstanz bestanden. Dies muss dann von Fall zu Fall abgeklärt werden.