Ausschlussgründe

Der Bau einer Lärmwand kann in einigen Fällen gestützt auf Art. 14 LSV und §238 PBG von vornherein ausgeschlossen werden.

Schutzwürdiges Ortsbild

Was als schutzwürdiges Ortsbild gilt, wird in den Inventaren der kantonalen und kommunalen Ortsbilder sowie in den Richtplänen festgelegt. Zudem gibt es Quartiererhaltungszonen und einzelne Schutzobjekte ausserhalb schutzwürdiger Ortsbilder. In Einzelfällen lassen sich dennoch Lösungen finden, die allerdings besonders gut an die konkrete Situation angepasst sein müssen.

Negative Auswirkungen von Lärmschutzwänden: Lärmschutzwände können das Ortsbild massiv stören und führt zur Entfremdung und Entmischung.

Ortskern

Ortskerne leben von den dynamischen Beziehungen zwischen den Geschäften, Gaststätten und Aufenthaltsorten. Die freie Bewegung der Menschen im Ortskern bedeuten den Vollzug dieser Beziehungen. Möglich ist dies nur, wenn Sichtkontakt sowie Zugang bzw. Zufahrt erhalten bleibt, was eine akustisch wirksame Lärmwand verunmöglicht.

Anschauungsbeispiel für theoretisch mögliche Beziehungen in einem Ortskern (Maur, ZH). Lärmwände sind hier unmöglich - nicht nur das Ortsbild würde völlig zerstört, der Siedlungskern als solcher wäre nicht mehr funktional.

Links

Lärminfo 9: Siedlungsverträgliche Lärmschutzwände - Wo können Lärmschutzwände ausgeschlossen werden? (Ausschnitt, Fachstelle Lärmschutz Kanton Zürich, 2009)